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Rückblick auf:

KRefelder Geschichten
„Mädchen, halt noch ein paar Tage durch“, Jüdinnen in Krefeld 1933–45 am 26.11.2019 im Krefelder Südbahnhof.

Das Bündnis Krefeld für Toleranz und Demokratie e. V. lud zum dritten Mal zur Lesung „KRefelder Gesichten“ ein. In diesem Jahr richteten wir unser Hauptaugenmerk auf das Leben jüdischer Frauen. Im Publikum saßen zwischen 60 und 70 Besucher.innen aller Altersgruppen. Besonders freuten wir uns über die Jüd.innen, die – da wir die Veranstaltung diesmal an einem Dienstag und nicht am Freitag durchführten – endlich auch einmal dabei sein konnten.

Wir nahmen das Publikum mit auf eine Reise in die Leben diverser Krefelder Jüdinnen, von denen einige den Holocaust überlebten, andere leider nicht. Trotz der großen Ernsthaftigkeit des Themas wurde durchaus geschmunzelt, besonders bei der Erzählung der tapferen Adele Hertz, die sich todesmutig und mit viel trockenem Humor in der Pogromnacht einem Nazi entgegenstellte. Andere Schreiben, wie der Abschiedsbrief der 83-jährigen Sara Koppel, rührten einige der Zuhörenden zu Tränen. Für uns ist es immer wieder ganz besonders, diesen Menschen so viele Jahre später (wieder) eine Stimme zu geben.

Begleitet wurden wir von der Gruppe Bernshteyn, die unsere Lesung „umrahmte“ und danach ein kleines Konzert spielte. Ihre Musik ist wunderschön. Schauen Sie doch einmal auf der Webseite von Bernshteyn, wann sie in Ihrer Nähe auftreten.

Im Nachgang zur Lesung wurde ich vom Bürgerfunk interviewt. Das Video zu diesem netten Gespräch finden Sie untenstehend zum direkten Ansehen (links) oder Herunterladen (rechter Button):

Flyer der Veranstaltung am 26.11.2019